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Paralympics Sochi 2014
21.03.2014 - Martin Würz - Martin Würz

15° Celsius Durchschnittstemperatur, Sicherheitskontrollen die seines gleichen Suchten, herausfordernde Pisten die jeden Sportler ans persönliche Limit trieben so wie eine fulminante Eröffnungsfeier welche an technischer und choreografischer Raffinesse wohl kaum zu überbieten ist.

Hätte man mich vor 4 Jahren gefragt, wäre neben der eigentlichen Möglichkeit der Teilnahme an den Paralympics auch dessen Ausmaß für mich ein großes Fragezeichen gewesen. Durch meine Leistungen in den Jahren zuvor konnte ich mir aber nun meinen Traum von den Spielen erfüllen und machte mich also am 3. März 2014 auf den Weg zu meiner olympischen Reise. Ich hatte das Glück, dass ich die ersten Tage nach der Ankunft unseres Teams nutzen konnte um mich erstmal zu akklimatisieren und mit den durchwegs schwierigen Pistenverhältnissen auseinanderzusetzen. Am 5.März erlebten wir erstmals das olympische Flair bei einer Welcome Ceremony die für die Athleten im olympischen Dorf abgehalten wurde. Dies sollte nur ein kleiner Vorbote der tatsächlichen Eröffnungsfeier sein, welche 2 Tage später abgehalten und von unzähligen Fernsehsendern übertragen wurde.
Das Gefühl in ein Stadium mit gut 40.000 Zuschauern einzumarschieren ist wahrhaft unbeschreiblich und verursacht mir noch heute Gänsehautfeeling. Nun durfte auch ich erstmals erfahren was es heißt ein Olympionike zu sein und die damit begleitende Medienpräsenz erfahren, welche sich nicht nur durch die Übertragungen im ORF und Berichten in Zeitungen wiederspiegelte sondern auch durch die vielen Rückmeldungen von Freunden und Bekannten.

Die Zeit in Russland verging für uns alle wie im Flug, und somit standen für mich beginnend mit 11.März die ersten Rennen am Programm. Eröffnen sollte ich mein Olympiadebüt mit der Superkombination, was sich allerdings als sportliche Unmöglichkeit herausstelle, da uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung machte. Aufgrund des starken Nebels kombiniert mit Dauerregen konnte nicht, wie ursprünglich geplant die beiden Teilbewerbe an einem Tag ausgetragen werden, sondern nur der Slalom. Der Super G wurde, um die Sicherheit der Rennläufer zu gewährleisten, auf den kommenden Freitag ( 3 Tage später) verschoben.
Im Slalom hatte ich durchaus Schwierigkeiten meine Ski in gewohnter Manier zu beherrschen, da die Piste, trotz größter Bemühungen seitens der Veranstalter, immer mehr einer Bobbahn ähnelte.
Alles in allem konnte ich mich jedoch vorerst auf dem 8. Rang wiederfinden und mit dem Ziel unter den Top 10 zu bleiben, auf den Super G Teilbewerb am 14. März vorausblicken.

Die kurze Pause von einem Tag, nutzte ich intensiv mit der Analyse meines Laufs um am 13. März meinen Fokus auf den Slalom zu legen. Mit deutlich besseren Bedingungen konnte ich nach 2 herausfordernden Fahrten den 9. Platz belegen.
Direkt am Tag darauf stand nun der zweite Teil der Superkombi auf dem Programm. Hier konnte ich mein Ziel unter den Top 10 zu bleiben sogar noch übertrumpfen und den 7.Rang erreichen.

Der dichte Rennablauf stellte für mich nun am 15.März den Riesentorlauf auf den Plan. Auch hier war es vorerst mein Bestreben mich unter den ersten Zehn wieder zu finden, da der Riesentorlauf für Gewöhnlich nicht zu meinen favorisierten Disziplinen zählt. Umso größer war für mich nun die Freude als ich hier den 7. Platz erreichte.

Schon am Sonntag, die Freude über den erfolgreichen Lauf im RTL noch vollkommen verinnerlicht wurde die Schlussfeier abgehalten, welche sich an Darbietungen auf jeden Fall mit der Eröffnungsfeier messen konnte. Fast ein wenig reumütig hieß es Tags darauf bereits Abschied nehmen, wobei die Vorfreude auf Familie und Freunde zu Hause umso größer war. Gelandet in Wien galt es noch den letzten offiziellen Olympiatermin zu absolvieren, bevor es für mich wieder zurück ins Waldviertel ging.

In Anbetracht meiner Ergebnisse welche ich bei meiner Olympiapremiere erfahren durfte, bin ich durchaus positiv gestimmt auf die nächsten Jahre, nicht zu vergessen Korea 2018, wo eine deutliche Leistungssteigerung zu meinem großen Ziel zählt.



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