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Thomas Rottenberg als Guide Runner für unsere Social Friends Sportlerin Vroni Aigner
28.05.2017 - SOCIAL FRIENDS - SOCIAL FRIENDS

Am 21. Mai fand der 30. Frauenlauf in Wien statt. Auch die blinden Eliten – Skifahrerin, Veronika Aigner war, wie im Jahr davor, dabei. Die siebenfache Ski – Staatsmeisterin beschloss, mithilfe von Thomas Rottenberg, die 10 km Strecke zu bestreiten.

Rottenberg hatte sich zuvor bereit erklärt, die junge Social Friends Sportlerin zu unterstützen und war somit (höchstwahrscheinlich) der einzige Mann bei dem diesjährigen Wiener Frauenlauf. Das er als Mann an einem Frauenmarathon partizipierte, war aber überhaupt kein Problem für die Veranstalter. Schon im Vorjahr war Aigner mit einem männlichen Begleitläufer unterwegs.

Sowohl Aigner, als auch deren Begleitung, sind dankbar für diese großartige Erfahrung. Die 14-Jährige Sportlerin ist sehr glücklich über die Unterstützung, auf die sie sich, während des Wettkampfes, verlassen konnte. Auch Rottenberg zeigt sich erkenntlich und teilt sein Erlebnis mit Freunden und Bekannten in den sozialen Netzwerken, wie Facebook oder Instagram. Es sei ein tolles Gefühl, als einziger erwachsener Mann unter 35.000 Frauen mitlaufen zu dürfen. Er empfindet den Frauenlauf auch als wichtiges Event, welches mit einem politischen Zeichen gleichzusetzten ist.

Thomas Rottenberg hatte zuvor schon ein wenig Erfahrung als Begleiter von Blinden und Sehbehinderten sammeln können. „Vroni hätte die Strecke auch locker ohne mich geschafft“ postet er auf seiner Facebook – Seite.

Laufen ist für Vroni grundsätzlich nichts Kompliziertes. Sie braucht so gut wie nie einen Begleitläufer. Nur in den seltensten Fällen. Ist eine Strecke zu uneben, verwinkelt oder voll von Hindernissen, ist sie auf Hilfe angewiesen. Beim Frauenlauf war es vor allem wichtig ihr die Zeit anzusagen. Genau so bedeutend war es aber auch auf allmögliche Hürden und die Mitläuferinnen zu achten und schnell sowie präventiv zu agieren.

In der Regel sind Läufer und Guide mit einem Band miteinander verbunden. Das soll die Hilfestellung zusätzlich stärken. Aigner jedoch verzichtete auf das Band. „Ich brauch das nicht. Ich bin noch nie mit Band gelaufen – es reicht, dass du da bist.“ (Standard, 24.05.17)

Es machte ihm Spaß Aigner zu motivieren. Auch als ihr rechter Fuß nicht mehr so wollte, wie sie es geplant hatte. Am Tag des Frauenlaufs litt die Jungathletin noch an einem Bänderriss. Er motivierte sie bis zum Ende. Er machte ihr immer wieder klar, dass es hier um Spaß ginge.

Nach ca. 56 Minuten kamen beide im Ziel an und waren glücklich und zufrieden mit ihrem Ergebnis. Aigner war stolz die Ziellinie überquert zu haben. Das konnte man ihr ansehen, als sie ihre Finishermedaille erhielt. Nicht nur Aigner sondern, auch Rottenberg wurde mit einer wohl verdienten Medaille für seine Leistung geehrt. Mit der Teilnahme am Frauenlauf konnte er sein Augenlicht mit einer ambitionierten sehbehinderten Sportlerin teilen.

„Vroni brauchte mich nicht wirklich – aber ich glaube, sie war froh, zu wissen, dass ich da war.“ (Standard, 24.05.17)

 

Fotos (c)Tom Rottenberg



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